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Museum kunst + wissen

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Das Museum kunst + wissen befindet sich im Oberen Amtshaus, das einst zum Kloster Petershausen (Konstanz) gehörte. Das historische Gebäude aus dem 16. Jahrhundert erkennt man an seinem markanten Treppenturm.

Es besticht durch seine pittoreske Lage direkt am Rheinufer und bietet auf drei Ebenen Räumlichkeiten für Ausstellungen und Veranstaltungen zu den Themen Kunst, Kultur, Natur und Ortsgeschichte.

Zeitgenössische Kunst und thematische Bezüge zur Stadt und Region spielen bei den Ausstellungskonzepten ebenso eine Rolle wie grenzübergreifende Ansätze und historische Zusammenhänge.

Neben Sonderausstellungen zeigt das Museum Werke des Diessenhofer Künstlers Carl Roesch (1884–1979) und weiterer Künstler:innen mit Bezug zu Diessenhofen sowie Relikte der ehemaligen Rotfärberei und Stoffdruckerei, die im 19. Jahrhundert im Oberen Amtshaus, dem heutigen Museumsgebäude, angesiedelt war.


Informationen für Ihren Besuch

Adresse: Museumsgasse 11, 8253 Diessenhofen (Situationsplan)
Öffnungszeiten: Fr/Sa/So 14.00 bis 17.00 Uhr
Eintrittspreis: Der Museumsbesuch ist gratis. Gerne nehmen wir eine Kollekte entgegen.
Kontakt: Lucia Angela Cavegn: museum@diessenhofen.ch; 052 533 11 67

Barrierefreiheit: Die Eingangsetage mit den Sonderausstellungen ist für Menschen mit Gehbehinderung zugänglich. Das Museum verfügt über eine mobile Rollstuhlrampe, jedoch nicht über ein rollstuhlgängiges WC.

Museumshop: Wir verkaufen schöne Ansichtskarten von Diessenhofen, Postkarten mit künstlerischen Motiven, handgefertigte Schreibkarten, Wanderkarten sowie Bücher über wie auch aus Diessenhofen (Kunst, Kultur und Literatur) - dies alles zu erschwinglichen Preisen.

Vom Frühjahr bis zum Herbst mit dem Schiff zum Museum: Mit der Schweizerischen Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein erreichen Sie Diessenhofen von der schönsten Seite. Das Museum befindet sich nur ein paar Gehminuten von der Schifflände entfernt. Detaillierte Informationen und weitere kulturelle Ausflugstipps finden Sie hier: Link

Ein Museum, welches auch die Nase anspricht. Tanya Steiner, Mitarbeiterin, hat für das Museum kunst + wissen ein spezielles Raumduftkonzept entwickelt. Damit beschreiten wir neue, innovative Wege. Lassen Sie sich von ihren «duften» Kreationen inspirieren und erleben Sie Kunst in einer einzigartigen Atmosphäre. Beschreibung

Private Führungen

Für Gruppen besteht die Möglichkeit, unsere Ausstellungen im Rahmen einer privaten Führung zu besichtigen. Eine Übersichtsführung kostet je nach Dauer CHF 150.- bis CHF 200.- pauschal und dauert rund 60 bis 90 Minuten (je nach Themenwahl). Führungen werden in deutscher, französischer und italienischer Sprache angeboten. Bei einer Anreise per Schiff gibt es einen Rabatt in der Höhe von CHF 20.- auf die Führungskosten. Auf Wunsch stellen wir massgeschneiderte Halbtagesprogramme inklusive Kaffeepause zusammen. Mit drei Etagen und verschiedenen Themen bietet das Museum viel Abwechslung.

Stoffdruck-Workshop für Schulklassen

Wir bieten eine umfassende Einführung in die Sammlungsausstellung zur ehemaligen Rotfärberei und Kattundruckerei, die vor rund 200 Jahren im Oberen Amtshaus (Museumsgebäude) als hoch qualifiziertes Gewerbe betrieben wurde. Nach dem historisch-theoretischen Teil werden mit Holzmodel praktische Erfahrungen gesammelt. Das damals praktizierte, professionelle Verfahren war zwar weit aufwändiger, dennoch vermittelt der Stoffdruck-Workshop gut nachvollziehbar, wie viel Fingerspitzengefühl und Geduld dieses traditionelle Handwerk erfordert. Der Workshop dauert ca. zwei Stunden; idealerweise zählt die Gruppe nicht mehr als 16 Personen. Preis inkl. Materialkosten CHF 320.-. Schulklassen aus dem Kanton Thurgau können beim kantonalen Kulturamt einen Unterstützungsbeitrag beantragen. Das Kulturamt übernimmt die Hälfte der Kosten pro Klasse und Veranstaltung: Weiterführende Informationen siehe hier.

«Wir sind ein TiM-Museum und heissen TiM-Tandems willkommen»

Haben Sie Lust auf einen Museums-Besuch mit einer anregenden Begleitung? Im «Tandem im Museum» streifen Sie mit einer TiMer*in durch unsere Sammlung und erfinden gemeinsam eine Geschichte. «TiM» ist für Menschen aller Altersgruppen geeignet. Unsere TiMer*innen und unsere Geschichten finden Sie auf www.tim-tam.ch.

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Spenden an das Museum kunst + wissen sind steuerbefreit.



AKTUELL

«Melancholie zwischen Traum und Wirklichkeit»

Michael Albisser und Marianne Chiu

Vernissage am Samstag, 18. April 2026, um 16.00 Uhr Flyer PDF
Bis 23. August 2026

Frau ausgeliefert

Michael Albisser ist ein Winterthurer Maler, dessen Schaffen von einer tiefgründigen Auseinandersetzung mit der Geschichte und einer kritischen Betrachtung der Gegenwart geprägt ist. Die Jahre 2017 bis 2020 verbrachte er in Diessenhofen, bevor er nach Winterthur zog.
Seine Werke thematisieren existenzielle Fragen und gesellschaftliche Spannungsfelder: Suizid, Trauma, Einsamkeit, Depression, sozialer Druck und die Heuchelei westlicher Wohlstandsgesellschaften. Viele seiner Bilder tragen eine bewusst düstere, melancholische Handschrift, inspiriert von den Schattenseiten des Lebens, die sonst oft verborgen bleiben. Für Albisser ist Kunst ein Dialog, der berühren, aufrütteln und zum Nachdenken anregen soll. Stilistisch verbindet er klassische Maltechniken mit modernen Ausdrucksformen: Acrylfarben, Lasuren und Airbrush treffen auf digitale Studien mit 3D-Programmen wie Blender. Inspiriert von Renaissance, Romantik und Realismus schafft er Werke, die zwischen Tradition und Zeitkritik oszillieren und die Dunkelheit des Inneren in zeitlose Bildwelten überführen.

Mondlichtzauber

 Marianne Chiu alias Mali, ebenfalls in Winterthur lebend, ist eine spätberufene, weitgereiste Künstlerin. Ihre Heirat mit einem Chinesen ermöglichte ihr einen tiefen Einblick in die chinesische Kultur. Um die chinesische Sprache zu lernen, reiste sie 2009 nach Nordwestchina. Zurück in der Schweiz entdeckte sie durch eine Freundin ihre Leidenschaft für die Malerei. Ihre künstlerische Entwicklung ist vorwiegend autodidaktisch und wird ergänzt durch eine einjährige Ausbildung an einem Kunstinstitut in den USA. Mali arbeitet vor allem in den Techniken Mixed-Media, Ölmalerei. Die farbenreichen Bilder von Mali sprechen eine kraftvolle und zugleich sanfte Sprache. Sie sind Resultat einer seelenvollen Innenschau, welche das Tor zu einem zauberhaften Kosmos voller Tiere, Blumen und Fabelwesen aufstösst. Ihre Werke bringen eine mystische Verbindung aller Lebewesen zum Ausdruck. Es sind Bilder einer zarten Hoffnung, einen Ort zu finden, an dem das Subtile, das Fragile und das Sensible einen Platz haben.

Die ausgestellten Werke können erworben werden.

Wir danken dem Kulturpool Region Diessenhofen für seine Unterstützung. 

Rahmenprogramm (kommende Termine)

Sonntag, 21. Juni 2026, 15 Uhr - Artist Talk mit Michael Albisser
Gespräch zwischen dem Künstler und Lucia Angela Cavegn

Sonntag, 16. August 2026, 15 Uhr - Artist Talk mit Marianne Chiu
Gespräch zwischen der Künstlerin und Lucia Angela Cavegn

Sonntag, 23. August 2026, 15 Uhr - Finissage
Öffentliche Führung, anschliessend Apéro



Workshop "Steine anmalen" für Gross und Klein

Samstag, 13. Juni, 4. Juli und 22. August 2026, jeweils 14.15 Uhr bis 16.15 Uhr

Wir malen weiter, TiM macht mit…

Wieder direkt am Rhein, malen wir gemeinsam Flusssteine an. Was wünscht sich dein Stein für Farben? Was erzählt er dir ganz leise? Möchte er mit dir nach Hause oder bleibt er doch lieber bei seinen anderen Steinfreunden am Rhein beim Museum? Wir stellen Steine und Farben zur Verfügung. Gerne dürft ihr auch eigene Steine mitbringen.

Der Anlass findet nur bei trockenem Wetter statt.

Wir freuen uns auf eure Anmeldung bis zwei Tage vor dem Veranstaltungstermin: per E-Mail oder telefonisch.



«Carl Roeschs Frauenbilder»

Gemälde aus der Museumssammlung

Bis 30. August 2026

Carl Roesch (1884–1979) ist einer der bekanntesten Thurgauer Künstler. Ihm wurden 78 Jahre künstlerischen Schaffens geschenkt. Er lebte und arbeitete in Diessenhofen, war jedoch zeitlebens viel unterwegs. Von Zürich über Graubünden bis Schaffhausen zeugen Werke im öffentlichen Raum von seiner einst überragenden Bedeutung.

Die Kabinettausstellung ist in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin Lexy Ottwald entstanden. Sie erhielt die Einladung, die Bestände zu sichten und jene Werke auszuwählen, die sie intuitiv ansprechen. Es war ihre erste Begegnung mit dem Schaffen des bekannten Thurgauer Malers. Bemerkenswerterweise interessierte sie sich besonders für den Umstand, dass Carl Roesch sehr häufig Frauen mit Kopftuch dargestellt hat. Diese lose Werkreihe setzt bereits sehr früh ein, mit dem Porträt seiner Grossmutter – einem seiner allerersten Gemälde überhaupt. In seinen späten Werken werden die Kopftücher zu trapezförmigen Farbakzenten. In den beiden Ausstellungsräumen ist die Entwicklung vom realistisch-expressiven Frühwerk zum reifen, nahezu abstrakten Œuvre eindrücklich zu beobachten. Einführungstext von Lexy Ottwald.

Von 1902 bis 1906 hatte Carl Roesch sein erstes Atelier in der ehemaligen Modelstecherwerkstatt im Oberen Amtshaus eingerichtet. In den 1940er-Jahren engagierte er sich gemeinsam mit seinem Freund Albert Knoepfli (Denkmalpfleger Kanton Thurgau) für den Erhalt des Hänkiturms als schützenswertes Baudenkmal. Anschliessend setzten sie sich gemeinsam in den 1950er-Jahren für die Schaffung des Textil- bzw. Stoffdruckereimuseums (heute Museum kunst + wissen) im Oberen Amtshaus ein. 1959 beschloss der Stadtrat von Diessenhofen, Carl Roesch einen Raum im selben Gebäude für die Präsentation seines künstlerischen Schaffens zu überlassen. Seine Werkschau wurde am 8. Dezember 1961 zusammen mit dem neu eingerichteten Stoffdruckereimuseum feierlich eröffnet. 1964 schenkte der Künstler mehr als fünfzig Werke der Stadtgemeinde Diessenhofen. Eine zweite, ebenso grosszügige Schenkung erfolgte 1970. Der Roesch-Bestand wird seither in Kombination mit zeitgenössischer Kunst präsentiert. Hier folgt eine Kostprobe aus seinen Tagebüchern zu seinem Engagement in Diessenhofen: Zitate.

In unmittelbarer Nähe des Museums befindet sich das ehemalige Künstleratelier (Steinerstrasse 7b), das auf Anfrage besichtigt werden kann. Aktuell wird dort eine Kabinettausstellung zum kunsthandwerklichen Schaffen von Carl Roeschs Ehefrau, Margrit Roesch-Tanner, gezeigt. Kuratorisch betreut wird das Atelier von der Carl und Margrit Roesch-Stiftung.

Am Samstag, 15. August 2026 findet eine öffentliche Stadtführung zum Thema "Auf den Spuren von Carl Roesch".
Beginn um 14.15 Uhr im Museum kunst + wissen.
Angaben zur Anmeldung und Teilnahmegebühr finden Sie hier: Link.


«Reich beschenkt»

Private Schenkungen

Dauerausstellung

Das Museum kunst + wissen hat in den vergangenen vier Jahren zahlreiche Kunstwerke, alte Ansichten und kulturhistorische Objekte mit Bezug zu Diessenhofen geschenkt erhalten. Ein Grossteil dieser Schenkungen wird ab Samstag, 6. Juli 2024, auf der mittleren Museumsetage gezeigt.

Die vor einigen Monaten angedachte Ausstellung hat in dieser Woche noch einen unerwarteten und grosszügigen Zuwachs aus der Privatsammlung von Dieter Fey erhalten. Der gebürtige Diessenhofer, der heute in Schaffhausen lebt und 2020 zusammen mit Hans Rudolf Gabathuler den schönen Bildband «Vom Holzschnitt zum Smartphone. Diessenhofen in den Bildmedien» herausgegeben hat, sammelt seit Mitte der 1970er Jahre Bilder von Diessenhofen. Seine Privatsammlung umfasst rund 150 Holzschnitte, Kupferstiche, Radierungen, Aquatinten, Lithografien, Zeichnungen, Gemälde, Fotografien sowie lokalhistorisch bedeutsame Objekte aus dem Zeitraum von 1548 bis 1950. In den vergangenen Tagen übergab er mehr als zwei Dutzend wertvolle Bilder und Objekte dem Museum kunst + wissen wie beispielsweise die wertvolle, um 1832 entstandene kolorierte Umrissradierung «Vue de la Ville de Diessenhofen et du Couvent Catharinenthal» von Johann Ludwig Bleuler (1792–1850), zwei Aquarelle von Friedrich Zimmermann (1823–1884), ein handkoloriertes, um 1870 hergestelltes Skatspiel von Johannes Müller sowie mehrere Werke des bekannten Thurgauer Künstlers Carl Roesch (1884–1979). Ein Teil der Schenkung von Dieter Fey wird nun auf der mittleren Museumsetage zusammen mit weiteren Neuzugängen, u.a. drei Zeichnungen des zeitgenössischen Künstlers Valentin Magaro (*1972), mehrere Bildern von Carl und Margrit Roesch-Tanner sowie Werken anderer Künstler und einigen historischen Ansichten, gezeigt.

Berichte in den Schaffhauser Nachrichten und im Boten vom Untersee und Rhein


Zeitgenössisches Kabinett: «Bezugspunkt Diessenhofen»

Schenkung Kunstverein Diessenhofen

Dauerausstellung

2021, nach achtjährigem Engagement, löste sich der Kunstverein Diessenhofen auf. Robert Alder und Tildy Hanhart erhielten als Mitglieder der Ausstellungskommission von der Schlussgeneral­versammlung den Auftrag, mit dem verbleibenden Vereinsvermögen bei professionellen Kunstschaf­fenden mit biografischem Bezug zu Diessenhofen Ankäufe für eine Schenkung an das Museum zu tätigen. Es wurden künstlerische Arbeiten von fünf Kunstschaffenden erworben: Erich Brändle (Schaffhausen), Olaf Breuning (Kerhonkson, New York), Herbert Kopainig (Stammheim), Yves Netzhammer (Zürich) und Heidy Vital (Henggart). Mit dieser Schenkung erhält das städtische Museum in Diessenhofen einen wichtigen Zuwachs an zeitgenössischer Kunst. Flyer mit Beschreibungen

Schenkung Hermann Ritschard

2021 stellte der Diessenhofer Fotograf Hermann Ritschard im Museum kunst + wissen aus. Seine Spezialitäten sind analoge Fototechniken wie Silbergelatine-Prints, Van Dyke Prints und Kollodium-Nassplattenbilder. Im Herbst 2022 schenkte er dem Museum sechs Aufnahmen mit Diessenhofer Motiven. Vier dieser Arbeiten sind dauerhaft im neu geschaffenen, zeitgenössischen Kabinett «Bezugspunkt Diessenhofen» ausgestellt. Flyer mit Beschreibung



«Rotfarb und Kattundruckerei»

Zeugen der frühen Industrialisierung

Dauerausstellung

Die unterste Museumsetage ist der ehemaligen Rotfärberei und Stoffdruckerei gewidmet, die während des 19. Jahrhunderts im heutigen Museumsgebäude angesiedelt war. Um 1820 richteten Heinrich Hanhart (1784–1854) und Johann Conrad Huber (1788–1871) im Oberen Amtshaus eine «Rotfarb und Cattundruckerei» ein. Hier wurden «Indiennes» hergestellt: Stoffe mit bunt bedruckten Mustern auf rotem Grund. Eine grosse Anzahl erhalten gebliebener Textilmusterzeichnungen sowie Stoffe, Druckmodel, Werkzeuge und Dokumente sind dauerhaft im untersten Museumsgeschoss präsentiert. Dort befindet sich auch die ehemalige Werkstatt der Modelstecher, wo man noch die alten Werkbänke bestaunen kann. Eine besondere Rarität ist die hölzerne Tuchpresse mit einer Metallspindel aus der Zeit der Frühindustrialisierung.

Die historischen Exponate werden durch die zeitgenössische Installation «Anziehend! Lauter rotes Zeug» von Andrea Buck ergänzt. Die Diessenhofer Künstlerin und Textildesignerin appliziert die Stoffmuster auf erotische Fotografien der 1920er Jahre. Die digitalen Fotocollagen können mit einer App animiert werden (QR-Code vor Ort).

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Museum befindet sich am Rheinufer der sogenannte Hänkiturm, wo einst die gefärbten Tücher für die Trocknung aufgehängt wurden. Wenige hundert Meter rheinabwärts befindet sich das Toggenburgerhaus, wo im 19. Jahrhundert eine Blaufärberei untergebracht war.

Infotext zur Museumsgeschichte
Infotext zur Färbe- und Drucktechnik
Beitrag von 1965 aus dem Archiv des Schweizer Fernsehens über das Stoffdruckereimuseum



AUSBLICK

«That Which Still Remains»:

Michelle Maddox und Carl Roesch

19. September 2026 bis 21. März 2027
Winterpause vom 21. Dezember 2026 bis 16. Januar 2027

Im Rahmen der Museumsnacht Hegau-Schaffhausen eröffnet das Museum die Sonderausstellung «That Which Still Remains» mit Werken von Michelle Maddox und Carl Roesch.

Die in Cambridge (GB) geborene Michelle Maddox hat sich als zeitgenössische Malerin und Zeichnerin mit einer eigenständigen künstlerischen Auseinandersetzung mit Licht, Farbe und Alltagsgegenständen etabliert. Sie studierte Kunstgeschichte am Birkbeck College, University of London, und schloss anschliessend ein Masterstudium in Fine Art an der University for the Creative Arts in England mit Auszeichnung ab. Danach absolvierte sie ein Postgraduiertenjahr an der Royal Drawing School in London sowie ein CAS an der Zürcher Hochschule der Künste.

In ihren Gemälden verwebt sie Eindrücke aus ihrem persönlichen Leben mit Erinnerungsstücken aus der Geschichte ihrer Vorfahren. Diese hatten sich nach dem Wegzug aus dem heutigen Tschechien in Diessenhofen und zeitweise in Gailingen niedergelassen. Fotografien aus der frühen Kindheit ihrer Mutter in Diessenhofen sowie eigene Erinnerungen an Sommerferien in der Region während ihrer Schulzeit verdichtet sie zu einer generationenübergreifenden Identität. Ihre Bilder treten in der Ausstellung in einen stillen Dialog mit Werken von Carl Roesch (1884–1979) aus Familienbesitz.

Rahmenprogramm

Samstag, 19. September 2026, 17 bis 24 Uhr - Vernissage und Museumsnacht Hegau-Schaffhausen

Durch den Abend begleitet Daniel E. Schneider mit seiner Klarinette. Er spielt Klassik, Jazz, Klezmer und freie Improvisationen. Der Zürcher Musiker schloss seine Studien in Zürich, Luzern, Wien und in den USA mit dem Solistendiplom ab. Schon als Jugendlicher beschäftigte er sich neben der Klassik auch mit Jazz und Volksmusik und schuf sich so die Basis für seine Offenheit gegenüber diversen Stilrichtungen. Heute ist er in verschiedenen Stilbereichen ein gefragter Solist. Über 20 CD-Einspielungen dokumentieren sein Schaffen. Seine Solo-CD mit ausschliesslich Werken von Schweizer Komponisten wurde von «Swiss Radio International» ausgezeichnet.



TEAM

Direktion, Kuration, Kunstsammlung, Vermittlung:
Lucia Angela Cavegn, Kultur- und Tourismusbeauftragte der Stadtgemeinde Diessenhofen

Stellvertretung und Assistenz:
Tina Lier

Inventarisation:
Christine Kolitzus-Hanhart, Natalie Kühnl (ehrenamtliche Mitarbeiterinnen)

Empfang / Sekretariat Museum und Tourismus / Technik Veranstaltungen:
Mike Bodenmann, Eva Del Monego, Michelle Lüber, Nathalie Neary, Lia Schlegel, Tanya Steiner

Fotografin:
Natalie Kühnl

Archivrecherchen:
Hansueli Ruch, Archivar der Bürgergemeinde Diessenhofen

TiM - Tandem im Museum (TiMer*innen):
Ursula Gull, Daniel Ritter, Natalie Kühnl, Nathalie Neary, Priska Vigato

Wilson - unser Hausgeist:
„Wilson“ hiess eigentlich mal „Eisenhart“ bis er dann, zwecks Transport, einen zufällig herumliegenden, seine spitze Nase entschärfenden Tennisball (Anmerkung nn: es ist ein Baseball) des amerikanischen Sportwarenherstellers Wilson verpasst bekam. Diese, seinen Charakter wandelnde Veränderung wurde spontan belassen und machte aus der eher finsteren Wächterfigur einen drolligen, sympathischen Kerl, der Ankommende charmant begrüsst. Abgesehen von seinem alles abfedernden Nasenaufsatz ist es in der Tat ein harter Bursche, der Leib: eine alte Bahnschwelle, das Gesicht: Hammernase gespickt mit Schuhbeschlägen, die Brustzier: Hufeisen. Alles hart, alles Bewegung, alles Fort-Schritt zu Fuss, zu Pferd, mit der Bahn. Alles Treibgut auch, wie „Wilson“ im Robinsonfilm „Cast away“ mit Tom Hanks aus dem Jahr 2000, ein Ball der auf seiner entlegenen Insel angeschwemmt und dem Einsiedler als Gesprächspartner dient, zum Gott und Kultobjekt wird. (Text: Erwin Schatzmann, Urheber des Werks)



MITGLIEDSCHAFTEN

Das Museum kunst + wissen ist bei folgenden Organisationen Mitglied:

TiM/TaM - Tandem im Museum
Schweizer Museumspass
REGIO|Kunstwege (Kunstwege zur Gegenwartskunst im öffentlichen Raum)
Vintes (Verband für Industriekultur und Technikgeschichte)
MUSE.TG (Interessengemeinschaft der Museen und Sammlungen im Kanton Thurgau)
Museumsverein Schaffhausen
VMS (Verband der Museen der Schweiz)
Thurgau Bodensee Tourismus
Schaffhauserland Tourismus



RÜCKBLICK SONDERAUSSTELLUNGEN

«Wie Tag und Nacht: Martin Guido Becker und Monique Chevremont»: 21. September 2025 bis 15. März 2026 Flyer
«RHEINREICH steinreich:Brigitte Enz Woodtli  - Iris Dressler»: Ausstellungsdauer: 26. April bis 24. August 2025 Flyer
«Kunst Natur Mystik: Johannes Diem -Erwin Schatzmann - Rudolf Baumgartner - Willy Hartung»: 14. September 2024 bis 16. März 2025 Flyer
«Beflügelt und geerdet: Ursula Fehrs Bronzeplastiken im Dialog mit Carl Roeschs Malerei»: 13. April bis 18. August 2024 Flyer
«Valentin Magaro: Die Brücke»: 28. Januar bis 10. März 2024 
«Tobias Rüeger: Tagein tagaus - künstlerische Wildtierfotografie»: 16. April bis 13. August 2023 
«Erich Brändle: Mit Erinnerungen an Margrit und Carl Roesch-Tanner»: 16. April bis 13. August 2023 
«Senol Tatli – Lightful Shadows»: 9. Oktober 2022 bis 26. März 2023 
«Regina Masuhr – Flowing Roses»: 9. Oktober 2022 bis 26. März 2023 
«Donegel’ Chong: Red│Love│Paisley»: 2. April bis 18. September 2022 
«Auf Tuchfühlung mit dem Kulturerbe»: 60 Jahre Museum Diessenhofen: 2. April bis 18. September 2022 
«Andrea Buck: Anziehend! Lauter rotes Zeug»: 2. April bis 18. September 2022
«IN DUOS: Adrian Bütikofer | Gian Gianotti»: 12. September bis 19. Dezember 2021 
«Hermann Ritschard: Zeitgenössischer Umgang mit alten Phototechniken»: 27. Juni bis 29. August 2021 
«Fritz Preisig: Zwischen Bodenhaftung und Reiselust»: 18. April bis 13. Juni 2021 
«Nicola Grabiele: Aedicula»: 6. Dezember bis 29. August 2021  
«Heidy Vital: Der Mensch ist auch eine Landschaft»: 6. September 2020 bis 28. März 2021 
«Erinnerungen nachgebaut - Architekturmodelle von Walter Koch»: 21. Juni bis 15. August 2020