Stadtführungen

Offizielle Führungen der Stadtgemeinde Diessenhofen
In Diessenhofen gibt es viel zu entdecken! Programm 2026
Hansueli Ruch (Archivar der Bürgergemeinde Diessenhofen und der evangelischen Kirchgemeinde)sowie weitere Persönlichkeiten vermitteln unterhaltsam und versiert die Geschichte des Städtchens Diessenhofen. Begeben Sie sich auf einen Rundgang mit ihnen und entdecken Sie die malerischen Ecken und verborgenen Winkel der mittelalterlichen Stadt.
Eine Stadtführung dauert je nach Thema, Gruppengrösse und Mobilität der Teilnehmenden 75 bis 90 Minuten. Gerne nehmen wir auf Ihre Wünsche Rücksicht.
Allgemeine Stadtführung
Bei dieser Führung entdecken Sie die historischen Highlights unseres Städtchens. Als Grenzort und Brückenkopf weist es eine lange und wechselhafte Geschichte auf. Diese ist anhand von archäologischen Spuren und Baudenkmälern wie der gedeckten Holzbrücke, dem Unterhof, der Stadtkirche, dem Siegelturm und der alten Stadtmauer zu erfahren. Wie die Herrschaftsgeschichte so ist auch die Wirtschaftsgeschichte des 1178 mit dem Stadtrecht ausgestatteten Ortes spannend und eng mit dem Rhein als Wasserstrasse verbunden.
►Maximal ca. 20 Personen, in Ausnahmefällen 25 Personen (Parallelführungen möglich).
Brunnenführung
Zum Erscheinungsbild der historischen Altstadt Diessenhofens gehören zahlreiche Brunnen, die früher eine zentrale Stellung in der städtischen Wasserversorgung einnahmen. Heute zieren die mit Blumen geschmückten, munter vor sich hinplätschernden Wasserspender das Stadtbild und bieten im Sommer eine willkommene Erfrischung für Passanten. Hansueli Ruch weiss viel Spannendes über deren Entstehungsgeschichte und Besonderheiten zu erzählen. Die Brunnenführung dauert je nach Wunsch der Gruppe eineinhalb bis zwei Stunden in der Vollversion.
►Maximal ca. 20 Personen.
Turmführung
Bis vor Kurzen kümmerte sich Hansueli Ruch noch persönlich um das Schlagwerk der Siegelturmuhr. Hoch oben im Siegelturm, wo früher die Dokumente der Stadt aufbewahrt wurden, haben Sie einen unbeschreiblichen Blick auf die Altstadt. Bei dieser Führung erfahren Sie, woher der Hänkiturm seinen Namen hat und warum er eine prägnante Auskragung besitzt. Für die Teilnahme an dieser Führung braucht es eine robuste Kondition zum Treppensteigen und gutes Schuhwerk.
►Maximal ca. 15 Personen.
►Bedingt geeignet für Menschen mit Gehbehinderung (Treppe im Siegelturm).
Ehemalige jüdische Gewerbebetriebe Diessenhofens
Seit der eidgenössischen Niederlassungsfreiheit von 1868 gab es in Diessenhofen jüdische Geschäfte und Fabriken. Bereits 1886 unterstand die 1883 gegründete Filiale der Gailinger Cigarrenfabrik im Toggenburgerhaus dem kantonalen Fabrikgesetz. Mit der Anbindung Diessenhofens an die Bahnlinie Schaffhausen-Kreuzlingen im Jahr 1894 erlebte das Städtchen einen wirtschaftlichen Aufschwung, der weitere Gewerbetreibende aus Gailingen anzog. Die Mehrheit der jüdischen Unternehmer, welche in Diessenhofen ein Geschäft oder eine Fabrik betrieben, lebten anfänglich mit ihren Familien in Gailingen, wo es bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges eine grosse jüdische Glaubensgemeinschaft gab.
Christine Kolitzus-Hanhart, gebürtige Diessenhoferin, vermittelt mit dieser Führung ein vergessenes Kapitel Lokalgeschichte.
►Maximal ca. 20 Personen.
Abbildung: Ansichtskarte gelaufen 1912 mit dem Kleidermagazin von Lazarus Lion im Haus zur Hoffnung. Er war auch Altstoff-Händler.Vgl. Vom Holzschnitt zum Smartphone. Diessenhofen in den Bildmedien, Hg. Dieter Fey und Hans Rudolf Gabathuler, S. 185.
Führung «Türme, Tore, Pulverdampf»
Bei dieser Führung umrunden Sie die Altstadt Diessenhofen entsprechend dem Verlauf der Stadtmauer, so wie in der von Matthäus Merian 1654 publizierten Vedute (vgl. Abb. oben) erscheint. Erfahren Sie, wie die Eidgenossen 1460 das österreichische Städtchen Diessenhofen übernahmen und welche Folgen die Neckereien des Ritters Burkhard von Randegg für den Hegauer Adel hatte. Oder warum der Lindauer Schiffsmann Hartriegel im Thärris auf Wasser und Brot gesetzt wurde.
Was war der Grund, warum im Gries ein Schützenhaus gebaut wurde, und was hat Napoleon III. mit Diessenhofen zu tun? Erwin Müller, Geschichtenforscher, entführt Sie auf dem Rundgang mit vielen «Anekdötli» und Erzählungen durch die bewegte Geschichte des schönen Städtchens.
►Maximal ca. 20 Personen.
►Bedingt geeignet für Menschen mit Gehbehinderung (Treppe zum Rhein hinunter).
Führung «Bunker, Patrioten und Spione»
Wie schnell sich das Zusammenleben doch ändern kann, der Rhein wieder zur Grenze und Diessenhofen zur Festung wird.
Die Bevölkerung hin und her gerissen zwischen Angst, Einschränkungen und Patriotismus. Zwischen Misstrauen und normalem Alltag, geteilt in Patrioten und Sympathisanten zum «neuen Deutschland» und solchen, welche weder noch waren. Soldaten im Städtchen, Stacheldraht am Rhein, Panzersperren auf allen Strassen. Man war bereit.
Bei seinem Rundgang folgt Erwin Müller, Geschichtenforscher, den Spuren einer bedrohlichen, schwierigen Zeit und gibt einen Einblick ins Leben im Städtchen während dem 2. Weltkrieg.
►Maximal ca. 20 Personen.
►Bedingt geeignet für Menschen mit Gehbehinderung (Treppe zum Rhein hinunter).
Schwaderloch-Führung
Seine wichtigsten Akzente erhielt das Schwaderloch, dessen Name erstmals 1657 belegt ist, im 16. Jahrhundert, als die beiden monumentalen Amtshäuser gebaut wurden. Der Zwischenbereich entwickelte sich im 17. und 18. Jahrhundert zu einem intensiv genutzten Gewerbegebiet mit Färbereien, Gerbereien und einer Badestube. Um 1900 verlagerte sich der industrielle Schwerpunkt in andere Gebiete, und die Fabrikationsgebäude an der Rheinmauer machten einer Promenade Platz. Die Schwaderloch-Führung mit Lucia Angela Cavegn beinhaltet eine Besichtigung der Rotfarb-Abteilung im Museum kunst + wissen, erläutert die Geschichte des Hänkiturms und die wirtschaftliche Bedeutung des Hochrheins einst und heute. Sie führt entlang des Rheins vom Oberen Amtshaus (heute Museum kunst + wissen) bis zum Gredhaus und zur Schifflände.
►Maximal ca. 20 Personen.
►Bedingt geeignet für Menschen mit Gehbehinderung (Treppe zum Rhein hinunter).
Auf den Spuren von Carl Roesch
Die Stadtführung begibt sich auf die Spuren des bekannten Thurgauer Künstlers und besucht im Städtchen Diessenhofen bedeutende Stationen seines Lebens und Wirkens. Carl Roesch lebte und arbeitete in Diessenhofen. Von 1902 bis 1906 hatte er sein erstes Atelier in der Modelstecherwerkstatt der ehemaligen Rotfärberei im Oberen Amtshaus (dem heutigen Museumsgebäude). In den 1950er-Jahren engagierten sich beide für die Schaffung eines Textil- bzw. Stoffdruckereimuseums, das am 8. Dezember 1961 im Oberen Amtshaus feierlich eröffnet wurde. In unmittelbarer Nähe des Museums befindet sich das ehemalige Künstleratelier an der Steinerstrasse 7b. Weitere Stationen der Führung sind unter anderem das Primarschulhaus Diessenhofen, für das Roesch Jugendstil-Glasfenster geschaffen hat, sowie der Friedhof, wo sich eine seiner bedeutendsten Mosaikarbeiten befindet.
►Maximal ca. 20 Personen.
Museumsführung
Das städtische Museum kunst + wissen befindet sich im Oberen Amtshaus, das einst zum Kloster Petershausen (Konstanz) gehörte. Das historische Gebäude aus dem 16. Jahrhundert erkennt man an seinem markanten Treppenturm. Neben Sonderausstellungen zeigt das Museum Werke des Diessenhofer Künstlers Carl Roesch (1884–1979) und weiterer Künstler und Künstlerinnen mit Bezug zu Diessenhofen. Eine Etage ist der ehemaligen Rotfärberei und Stoffdruckerei gewidmet, die im 19. Jahrhundert im Oberen Amtshaus, dem heutigen Museumsgebäude, angesiedelt war.
►Maximal ca. 20 Personen.
Haus zum Goldenen Leuen (Apothekermuseum)
Das Haus zum Goldenen Leuen beherbergt eine einzigartige pharmaziehistorische Sammlung mit einer alten Apotheke, historischen Utensilien und einer imposanten Bibliothek. Zum Haus gehören weitere kulturhistorische Raritäten und Kuriositäten, die von der Stiftung und den Nachkommen der Apothekerfamilie sorgsam gepflegt und gehegt werden. Für die Teilnahme an dieser Führung braucht es eine robuste Kondition zum Treppensteigen. Mehr Informationen unter: Link
►Maximal ca. 10 Personen. Teilnahmegebühr pro Person CHF 10.- (unabhängig von der Gruppengrösse)
Privatführungen
Anreise
Mit der Schweizerischen Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein erreichen Sie Diessenhofen von der schönsten Seite.
Die Kursschiffe der Untersee- und Rheinschifffahrt bedienen die Schifflände Diessenhofen-Gailingen mehrmals pro Tag.
Weitere Informationen zu Anreise- und Parkmöglichkeiten finden Sie hier: Link.
Tarife und Buchung
Führungen in deutscher Sprache: CHF 150.- (Ausnahme Haus zum Goldenen Leuen, siehe oben). Fremdsprachige Führungen auf Anfrage.
Bei einer Anreise per Schiff gibt es auf die Führungskosten.
Auf Anfrage sind auch massgeschneiderte Lösungen möglich. Preis nach Aufwand und Vereinbarung.
Reservation: Mail, Tel. +41 52 533 11 67 (Lucia Angela Cavegn, Tourismusbeauftragte)
Gutscheine
Möchten Sie eine private Altstadtführung schenken?
Am Schalter im Rathaus und im Museum kunst + wissen können Gutscheine erworben werden (auf Anfrage Postversand möglich).
Öffentliche Führungen
Daten:
Sonntag, 26. April 2026, 14.15 Uhr: Ehemalige jüdische Gewerbebetriebe in Diessenhofen, Besammlung beim Bahnhof
Samstag, 9. Mai 2026, 14.00 Uhr: Turmführung,Besammlung beim Siegelturm
Samstag, 6. Juni 2026, 14.00 Uhr: Haus zum Goldenen Leuen, Pharmaziemuseum, Besammlung Hauptstrasse 8
Samstag, 27. Juni 2026, 14.00 Uhr: Allgemeine Stadtführung, Besammlung beim Rathaus, Hintergasse 49
Samstag, 11. Juli 2026, 14.15 Uhr: Schwaderloch-Führung, Besammlung beim Museum kunst + wissen
Samstag, 15. August 2026, 14.15 Uhr: Auf den Spuren von Carl Roesch, Besammlung beim Museum kunst + wissen
Samstag, 12. September 2026, 14.00 Uhr: Brunnenführung, Besammlung beim Bahnhof
Samstag, 3. Oktober 2026, 14.00 Uhr: Allgemeine Stadtführung, Besammlung beim Rathaus, Hintergasse 49
Kosten:
Die Teilnahme an den öffentlichen Führungen kostet pro erwachsene Person CHF 10.- (Barbezahlung oder per Twint)
Für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren ist die Teilnahme kostenlos.
Anmeldung:
Mail, Tel. +41 52 533 11 67 (Lucia Angela Cavegn, Tourismusbeauftragte)
Unsere Stadtführer:innen heissen: Hansueli Ruch, Christine Kolitzus-Hanhart, Erwin Müller, Monique Chevremont und Lucia Angela Cavegn
Weitere Kulturvermittlungsangebote
Weiter bieten die kulturhistorischen Sammlungen, welche in Diessenhofen beheimatet sind, selbst Führungen an.
Inhaltliche Anpassungen bitte melden an tourismus@diessenhofen.ch. Besten Dank.